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Aktuelles und Veranstaltungen vom Heimatkreis Plettenberg e. V. - Heimatkreis-Plettenberg

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Ausstellungsplakat Dietmar Krüger
DIETMAR KRÜGER ILLUSTRATION UND COMIC
AUSSTELLUNG VOM 20.03.2026-31.12.2026

Einladung zur Ausstellungseröffnung Freitag 20.03.2026, 19.00 Uhr

Rechtzeitig zum Frühlingsanfang startet im Heimathaus der Geburtsstadt Dietmar Krügers eine Werkschau seiner Illustrationen, Comics und freien Arbeiten aus den letzten 30 Jahren.

Mehr Infos zum Künstler unter www.krueger-illustration.com/de/

Donnerstag, 12. März 2026, Süderländer Tageblatt / Plettenberg
Fix & Foxi ließen ihn nicht mehr los
Plettenberger Comic-Zeichner stellt seine Werke im Heimathaus aus

Freuen sich auf die Ausstellung im Plettenberger Heimathaus: Detlef Krüger, Volker Hauer, Dietmar Krüger und seine Frau Susanne (von links) sowie Kim Luna mit ihrem Hund auf Abenteuersuche. Foto © Hartmut Damschen

Vielfach haben Menschen schon in jungen Jahren ein Schlüsselerlebnis, das für das ganze weitere Leben entscheidend bleibt. In diesem Fall ist es ein positives Erlebnis, das sich bei Dietmar Krüger prägend auswirkte: Es waren vor allem die bunten Bilder in den Comic-Heften über die Zwillingsfüchse Fix und Foxi, die ihn faszinierten. Krüger, im Oktober 1959 in Plettenberg geboren, ließ die akribisch genaue zeichnerische Darstellung von Figuren und Ereignissen in ihren Bilderfolgen nicht mehr los. Seine Mutter hatte einst über den kleinen Dietmar gesagt: „Gebt ihm etwas Papier und Malstifte und er beschäftigt sich den ganzen Tag allein.“ Dass das so bleiben würde, konnte damals noch keiner wissen.
Nach dem Motto „Erst mal etwas Vernünftiges lernen“ machte er seine Lehre zum Facharbeiter in der Druckformenherstellung und leistete seinen Zivildienst. Aber dann: Er bestand die Prüfung der „besonderen künstlerischen Begabung“ und konnte so auch ohne Abitur das Grafik-Design-Studium in Münster beginnen. Am Ende hatte er ein „sehr gutes“ Diplom in der Tasche.
Aufträge für Verlage und Werbebranche
Das Schaffen des Künstlers kann man nicht in eine Schublade stecken. So vielseitig seine Ideen sind, so vielseitig sind auch seine Produkte. Plakate, eigene Bücher und Illustrationen. Auftraggeber sind beispielsweise Verlage wie Pabel-Moewig und Alligator-Farm mit Figuren wie Perry Rhodan und Atlan, Ravensburger, Bastei Lübbe und mehr. Er ist in der Werbefilmbranche ebenso tätig wie für Magazine (Men’s Health, Focus, Medizini) und die Bild-Zeitung. Ganz besonders liegt ihm das Plakat zum alljährlichen Altstadtfest von Görlitz und seine, von ihm geschaffene, Comic-Figur Kim Luna am Herzen.
Kim Luna – auf dem Lieblingsbild des Künstlers – lebt, wie kann es anders sein, ebenfalls wie Dietmar Krüger mit seiner Familie, in Münster und klärt rätselhafte Kriminalfälle auf. Kim ist wohlproportioniert und schaut immer gut aus. „Das kann auch nicht anders sein. Ein Vorteil von Kunstfiguren, den ich hier nutze“, meint Krüger schmunzelnd. Einzelne Bilder zeichnen, mag dem einen oder anderen gelingen. Doch die Figuren wiedererkennbar in einer Zeichnungsfolge und dann noch durch die Bilder in einer zeitlich korrekten Reihe eine Handlung durchlaufen zu lassen – das ist hohe Kunst.
Ausstellung ab 20. März
So dürfen die Besucher auf eine bunte und abwechslungsreiche Ausstellung gespannt sein, die vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW mit einem „Heimat-Scheck“ über 2000 Euro gefördert und ab dem 20. März im Heimathaus am Kirchplatz zu sehen sein wird.
Dietmar Krüger hat für die Ausstellung ein spezielles Plakat entworfen, das das pralle Leben auf dem Maiplatz des Jahres 1959, seinem Geburtsjahr, zeigt. Jede Menge an Begebenheiten und Menschen warten auf die Entdeckungen der Betrachter.
Krüger, seine Frau Susanne wird ebenfalls dabei sein, wird Workshops über das Zeichnen, bestimmt auch das Comic-Zeichnen, geben. Seine Frau Susanne ist ebenfalls bildende Künstlerin (Holzbildhauerei, Schnitzen, Werken und Aquarellmalerei).
Als geborener Plettenberger ist Dietmar Krüger nicht ohne Familienanschluss. Sein 1967 geborener Bruder Detlef ist hierzulande auch kein Unbekannter. Er war Bürgermeisterkandidat bei der letztjährigen Kommunalwahl, ist 2. Vorsitzender beim Heimatkreis und Fachdienstleiter für Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis.

Bericht HARTMUT DAMSCHEN

Freitag, 06. März 2026, Süderländer Tageblatt / Plettenberg
An der Seite eines Rassisten
Dr. Christiane Todrowski berichtete über Thea Peters, Ehefrau des Kolonialisten Carl Peters
Dorothea Peters, geb. Herbers, über und mit ihrem Mann Dr. Carl Peters, einem der brutalsten deutschen Kolonialisten.

Ein Blick um rund 150 Jahre zurück in unserer Geschichte ist ein Blick in vorherrschende Meinungen, Vorurteile und Schubladendenken. Eine Zeit, in der die Europäer meinten, der afrikanische Kontinent sei ihnen zur Ausbeutung freigegeben – und mit ihm alle Menschen, die dort lebten. Einer der brutalsten Rassisten, die der Kontinent gesehen hatte, war Carl Peters. Dessen Geschichte beleuchtete Dr. Christiane Todrowski, Leiterin des Kreisarchives des Märkischen Kreises mit Landeskundlicher Bibliothek in Altena, am Montagabend im Heimathaus durch die Augen von dessen Ehefrau. Auf Einladung des Heimatkreises war die Historikerin nach Plettenberg gekommen, um ein Licht auf Dorothea Herbers aus Iserlohn zu werfen – war ihr Leben doch fest verwoben mit Carl Peters.
Kolonialpolitik will nichts anderes als die Kraftsteigerung und Lebensbereicherung der stärkeren, besseren Rasse, auf Kosten der Schwächeren, Geringeren.
Carl Peters
Daher nahm im Vortrag das Leben und „Wirken“ Carl Peters zwangsläufig einen geraumen Teil ein. Der Vortrag gab zudem einen Einblick in das Leben und Denken in der damaligen Zeit.
Carl Peters, 1856 als Sohn eines Pastors in Neuhaus an der Elbe geboren, wird Intelligenz und Sportlichkeit bescheinigt. Er studierte Geschichte, Philosophie und Geografie und promovierte 1879 zum Doktor der Philosophie.
Radikal-rassistischer Flügel
Dumm war er also ganz und gar nicht. Aber er war zusätzlich noch, wie die Chefarchivarin ihn beschrieb, einer der deutschen Kolonialideologen, der den rechten, radikal-rassistischen Flügel verkörperte. Dazu passen seine Äußerungen wie: „Kolonialpolitik ist und bleibt die rücksichtslose und entschlossene Bereicherung des eigenen Volkes auf anderer schwächer Völker Unkosten. Sie will nichts anderes als die Kraftsteigerung und Lebensbereicherung der stärkeren, besseren Rasse, auf Kosten der Schwächeren, Geringeren.“
Neidvoll schaute er bei seinem Aufenthalt in England (1881 bis 1883) auf dessen Kolonien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland begann sein intensives Streben nach deutschen Kolonien. Er startete 1884 mit der GfdK (Gesellschaft für deutsche Kolonisation) im Rücken und schaffte es auch mit Alkohol, Fahnenhissen mit Gewehrsalven, Glasperlen und drei Kreuzen als Unterschriften von den Stammesfürsten ihr Land zur Ausbeutung überschrieben zu bekommen – damit begann auch seine grausame Herrschaft in den Gebieten.
„Gewaltexzesse und Hinrichtungen“
1891 wurde Peters zum kaiserlichen Reichskommissar der Kolonie Ostafrika ernannt, bis es schließlich im März 1896 zu einer Reichstagsdebatte kam, in der August Bebel von skandalösen Vorfällen mit erschreckenden Details und eindeutig sittlichen Verfehlungen Peters berichtete. Von „Gewaltexzessen, niedergebrannten Dörfern, Auspeitschungen, Kettenhaft, Hinrichtungen und sexuellen Beziehungen des Reichskommissar Peters mit einheimischen Frauen“ wäre die Rede gewesen, berichtete Dr. Trodowski. „Hänge-Peters“ wurde sein Pseudonym, nachdem bekannt wurde, dass er seine eingeborene Geliebte und deren Geliebten hängen ließ, als die Beziehung der beiden ihm bekannt wurde. In einem Disziplinarverfahren wurde Peters für schuldig befunden und damit aus dem Reichsdienst entlassen.
Doch wann kam Dorothea Herbers, kurz Thea, mit Carl Peters zusammen? Es war zur Zeit der bewussten Reichstagsdebatte 1896, als sie ihn kennen- und lieben lernte. Vater Friedrich Hermann Herbers war Mitinhaber der gutgehenden Iserlohner Nadelfabrik Stephan Witte & Co. sowie weiterer metallverarbeitender Betriebe und sehr vermögend. Die Familie wohnte, nein, residierte in der Villa Bellevue mit Park, Palmenhaus und Reithalle (heute steht dort das Gymnasium An der Stenner). 1908 erfolgte der Umzug nach Berlin.
Thea war keine „angepasste“ Frau. „Sie lernte im Alleinstudium Latein, Hebräisch und Altgriechisch, las Fachbücher, wollte sich bilden – und stieß mit ihren intellektuellen Ambitionen bei ihrer Familie auf Unverständnis und Spott“, verdeutlichte Dr. Trodowski Theas Dilemma. Sie würde auch Frauen der unteren Klassen beneiden, die als Wäscherinnen oder Näherinnen glücklich wären. Da deckten sich doch Bildung und Arbeit.
1896 begegneten sich der 19 Jahre ältere Dr. Carl Peters und Thea Herbers auf einem Ball in London. Seither betete sie Peters förmlich an. Fortan suchte sie die öffentlich bekannt gewordenen Verfehlungen zu entschuldigen oder auch zu verdrängen. Dafür wurde Peters ihr inniger Freund mit Briefbeziehung. Im Januar 1903 hielt Peters bei Kommerzienrat Herbers um Theas Hand an. Herbers versagte ihm aber wegen der Vorfälle seine Zustimmung.
Ein Jahr später rebellierten in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) die Hereros und später auch die Nama. Die deutschen Kolonialtruppen schlugen im August 1904 den Aufstand blutig nieder. Die Überlebenden wurden in die Wüste vertrieben. Dort verdursteten mit circa 80 000 Menschen der Großteil vom Volk der Herero und Nama. In den Zeitungen wurde aber von Gräueltaten an den deutschen Siedlern berichtet. Die dadurch in Deutschland aufgeheizte Stimmung in der Bevölkerung war günstig für Peters. Kaiser Wilhelm II. verlieh ihm am 16. Juli 1905 rückwirkend den Titel Reichskommissar a.D.. In der Folge wieder Oberwasser bekommend, überschwemmte er Privatpersonen und die deutsche Presse (besonders Redakteure sozialdemokratischer Zeitungen) mit Beleidigungsklagen. Niemand sollte es mehr wagen, ihn ungestraft „Hänge-Peters“ zu nennen.
Familie Herbers ist gegen die Liaison
Gegen den Willen der Familie Herbers verlobten sich Thea und Carl heimlich im Jahr 1908 und heirateten am 26. Februar 1909. Reisen durch Europa und Afrika folgten und Thea sonnte sich im Glanz ihres Mannes. „Wovon sie immer geträumt hätte, was ihr ein gnädiges Schicksal auch beschert hätte, war ein „Mann, der streng ist.“ Umgekehrt amüsierte sich Carl über ihre diffusen Ansichten über die Gleichberechtigung und sie war ihm wohl manchmal hinderlich in seiner Freiheit. Alkohol-, Morphium- und Tablettenmissbrauch setzten zunehmend seiner Gesundheit zu und seine Frau wurde zur aufopfernden Krankenpflegerin, wobei sie die Pflege Krankenschwestern überließ und sie selbst den Familienmitgliedern genaueste Krankenberichte zuschickte und ihren Hund Toby aber täglich und pfleglich bürstete.
„Am 10.September 1918 verstarb Carl Peters in der Privatklinik für Nervenkranke Woltorf bei Peine“, so Dr. Trodowski. Er wurde auf dem Stadtfriedhof Engesohde/Hannover beigesetzt. Mit dem Tod Carl Peters sank auch der Stern von Thea. Sie fand in keiner Publikation mehr Erwähnung. Sie verstarb am 16. August 1947 in Badenweiler im Schwarzwald und wurde in einer Urne in einer Nebenkammer der Grabstätte ihres Mannes beigesetzt.
Anhänger von Peters riefen 1908 auf, Spenden für ein Denkmal für den Mann zu sammeln, „dessen Tatkraft und schnelle männliche Entschlossenheit dem Deutschen Reich Deutschlands größte Kolonie schenkte.“ Es sollte 1914 in Daressalam aufgestellt werden. Der beginnende Krieg verhinderte das. Die überlebensgroße Statue fand im Juni 1931 auf der Kurpromenade von Helgoland einen Platz. Apropos Platz – in der nationalsozialistischen Zeit wurden Straßen und Plätze nach Carl Peters benannt. Volker Hauer, 1. Vorsitzender des Heimatkreises, konnte von einer Carl-Peters-Straße in Plettenberg berichten; es ist die heutige Hugo-Neufeld-Straße. Umbenennungen und neue Namensbezüge wurden in ganz Deutschland durchgeführt.
Dr. Christinane Todrowski hatte in ihrem einstündigen Vortrag außer einigen Bildern noch viele Begebenheiten, Episoden, familiengeschichtliche Ereignisse und politische Zusammenhänge eingefügt. Doch gab der geschichtliche Hintergrund, die damalig gängigen Sichtweisen und das Schubladendenken in der Zeit vor 100 bis 150 Jahren Anlass zu anschließend lebhaften Diskussionen unter den Gästen im Heimathaus.

Bericht HARTMUT DAMSCHEN

Der neue Vorstand
Der neuformierte Vorstand des Plettenberger Heimatkreises setzt sich zusammen aus (von links): Beisitzer Klaus Plötz, Vorsitzender Volker Hauer, Kassierer Rolf Heinemann, 2. Vorsitzender Detlef Krüger, Beisitzer Sven Schemmel, Kassenprüfer Thomas Müller und Beisitzer Günter Heerich.
Foto © Hartmut Damschen
Heimatkreis wählt neuen „Chef“
Volker Hauer übernimmt den Vorsitz / Dank und Lob für Vorgänger Günter Heerich
Von Hartmut Damschen / Süderländer Tageblatt - 12.02.2026

Plettenberg – Das vergangene Jahr war für den Plettenberger Heimatkreis ein Jahr mit spannenden Themen, das für entsprechendes Interesse der Plettenberger Bürger sorgte. Genau so aktiv sollen auch die anstehenden Monate gestaltet werden – allerdings in veränderter personeller Ausrichtung.
Die Wahl des ersten und zweiten Vorsitzenden stand auf der Agenda des Montagabends. Es heißt zwar: „Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören.“ Doch an ein Aufhören denkt Günter Heerich nicht, der aber nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stand. Er nahm bei der Jahreshauptversammlung den symbolischen Hut und verabschiedete sich von der Versammlung als erster Vorsitzender, bleibt jedoch an anderer Stelle mit seinem heimatverbundenen Wissen dem Verein erhalten.
Klaus Plötz sammelte als Wahlleiter die Vorschläge aus der Versammlung und stellte die vorgeschlagenen Personen zur Wahl. Künftig wird der bisherige zweite Vorsitzende Volker Hauer den ersten Vorsitz übernehmen. Das langjährige Mitglied Detlef Krüger wurde zweiter Vorsitzender. Zu Beisitzern wurden Günter Heerich, Sven Schemmel und Klaus Plötz gewählt.
Marienkäfer-Erfolg, Stadtbrand-Interesse
Zuvor hatte Heerich in seinem letzten Vorstandsbericht in der vollbesetzten guten Stube des Heimathauses einen Blick zurück geworfen: Dabei erwähnte er die über elf Monate sehr gut besuchte Marienkäferausstellung von Dr. Ludwig Erbeling, die allein schon über 1300 Besucher angezogen hatte. Ebenfalls auf große Resonanz stieß der Vortrag von Volker Hauer über den verheerenden Stadtbrand vor 300 Jahren; mehr als 100 Besucher kamen in die Christuskirche und schauten sich das anschließend an die Turmmauer der Kirche projizierte Feuerspektakel an dem Abend an.
Stadtführungen waren schon immer für eine Überraschung gut. So hatten sich einmal die angemeldeten 21 Gäste wundersam auf 43 vermehrt. „Wir machen unsere Führung aber auch nur für drei Personen“, meinte Heerich, als sich einmal nur genau so viele Teilnehmer angemeldet hatten.
In die Dauerausstellung des Heimathauses kamen im Jahr 2025 weitere 1010 Besucher. In sieben Vorträgen außerhalb des Heimathauses wurde Plettenberg in alten Tagen gezeigt. „Sven Schemmel hat mich mit seinen Vorträgen gut unterstützt“, berichtete Heerich. Exkurse gab es noch obendrauf. Somit war es ein überaus Erfolg - und ereignisreiches Jahr 2025.
Rolf Heinemann konnte in seiner Funktion als Kassierer einen ausgeglichenen Kassenbericht vorlegen, den vorher Elke Heerich und Sven Schemmel geprüft hatten und ohne Fehler fanden, wie Schemmel berichtete. Für den als Kassenprüfer ausscheidenden Sven Schemmel rückt Thomas Müller als Kassenprüfer nach.
Comic-Zeichner stellt im Heimathaus aus
In der Vorschau auf das laufende Jahr wird eine Besonderheit wieder für Furore sorgen: Ein Comic-Zeichner wird in den Ausstellungsräumen des Heimathauses im Erdgeschoss seine Vielfältigkeit unter Beweis stellen. Es handelt sich um den Plettenberger Dietmar Krüger, Bruder des spätestens seit der Bürgermeisterwahl bekannten Detlef Krüger. Der Comic-Zeichner und Karikaturist wird ab dem 20. März seine verschiedensten Werke zeigen. Seit 2009 entwirft Krüger in jedem Jahr die Altstadtfest-Plakate für Görlitz, zeichnet für Verlage und hat eine eigene Comic-Figur entworfen: Kim Luna, die in Münster Kriminalfälle löst. Zudem sei die Frage erlaubt: Wer kennt nicht Perry Rhodan und Atlan? Auch für diese Figuren schuf er Zeichnungen.
Mit elf eigenen Veranstaltungen, vier Beteiligungen und acht Stadtführungen kann der Verein wieder ein gut gefülltes Programm für 2026 vorweisen. Interessante Vorträge, der Frühlingsmarkt und die Teilnahme an der PleWo sind dabei fest eingeplante Ereignisse.
Bei dem Punkt „Verschiedenes“ meldete sich Rolf Wilmink zu Wort. Er kündigte eine weitere Aktion im Namen des Heimatkreises an, über die noch gesondert berichtet wird. Nur so viel sei verraten: Es geht um das Süderländer Tageblatt mit all seinen Berichten und Namensnennungen, die seit dem 1. Januar 1891 in gedruckter Form archiviert sind.
Zum Abschluss des Abends wurde Günter Heerich von seinem Nachfolger Volker Hauer als Dank für die Dienste und Verdienste mit einem besonderen Geschenk des Vereins verabschiedet: Er erhielt ein für ihn kostenfreies Seminar der Universität Lübeck – unter Beteiligung von Hauer – über Baugeschichte und Hafengeschichte von und in Düsseldorf im Mittelalter.

Süderländer Tageblatt

Der neue Vortsand des Heimatkreis Plettenberg
Der Vorstand des Heimatkreises Plettenberg (von links): Klaus Plötz, Volker Hauer, Rolf Heinemann, Detlef Krüger, Sven Schemmel, Thomas Müller und Günter Heerich.
Foto: Hans-Jörg Dietz/LokalDirekt
Volker Hauer ist neuer Vorsitzender des Heimatkreises
Von Hans-Jörg Dietz / LokalDirekt - 10.02.2026

Der Heimatkreis Plettenberg hielt am Montag, 9. Februar, seine turnusmäßige Mitgliederversammlung ab. Zahlreiche der 151 Mitglieder waren im Heimathaus erschienen.

Der Bericht des 1. Vorsitzenden Günter Heerich ließ die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres Revue passieren. Einer der Höhepunkte war die Eröffnung der Maikäferausstellung am 17.01.2025. Ca. 1300 Besucherinnen und Besucher in elf Monaten ließen diese Ausstellung, die auch überregional große Beachtung fand, zu einem großen Erfolg werden. Dr. Ludwig Erbeling erzählte von einer Besucherin, die ihm stolz einen auf ihren Fuß tätowierten Maikäfer gezeigt hatte. Erbeling bedankte sich für die Unterstützung des Heimatkreises, besonders bei Günter Heerich und Susanne Grebe, für die unermüdliche Hilfe bei der Herrichtung der Vitrinen mit über 1500 Objekten.



Sven Schemmel nahm die Besucherinnen und Besucher im Matthias-Claudius-Haus mit auf eine Zeitreise durch das alte Plettenberg. Das Foto an der Wand zeigt einen der ersten Wochenmärkte nach dem II. Weltkrieg.
Foto: Wolfgang Teipel / LokalDirekt
Matthias-Claudius-Haus: Zeitreise mit Sven Schemmel
Von Wolfgang Teipel / LokalDirekt - 10.02.2026

Matta Heine und ihr Tabakfachgeschäft an der Wilhelmstraße sind Legende. Hier kehrte man früher gerne ein und nahm auch mal ein Schnäpschen. Beim Bildernachmittag im Mattias-Claudius-Haus wurde kürzlich das alte Plettenberg wieder lebendig.
Sven Schemmel hatte für die Senioreninnen und Senioren aus der Einrichtung der Perths Stiftung eine Auswahl seiner rund 25.000 Bilder umfassenden Fotosammlung mitgebracht. Darunter war auch eine Aufnahme des winzigen Ladens von Matta Heine an der Wilhelmstraße. Die Zeitreise durch die 1950er und 1960er Jahre garnierten Sven Schemml und die Besucherinnen und Besucher mit Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Der Maiplatz als Baustelle vor weit über 70 Jahren – „daran hat sich wenig geändert“, sagte eine Besucherin. „Auch heute gibt es in Plettenberg noch überall Baustellen. Das Freibad Grünetal, längst ist es Geschichte. Im Sommer 1976 besuchten 103.000 Gäste die Freizeitstätte zwischen Kroppstraße und Landemerter Weg. Ein Rekord. Im September 2002 wurde das Freibad geschlossen. Künftig soll hier ein neues Gewerbegebiet entstehen.


Konzert des Bachforums am Sonntag, den 1.3.2026, 18.00 Uhr, in der Christuskirche Plettenberg

Liebe Freunde des Bachforums,
am 1. März wartet ein ganz besonderes Konzert auf uns.
„Bitte um inneren und äußeren Frieden“
So notierte Ludwig van Beethoven auf der Partitur seiner Missa solemnis. Dieser Titel könnte auch über unserem anstehenden Konzert stehen. Der Abend „In albo pace“, im weißen Frieden, fragt in unserer scheinbar heillosen Zeit, in der das Leben von Menschen in der Ukraine und anderswo durch grausame Kriege zerrissen wird, nach den Möglichkeiten, Frieden zu finden: äußeren Frieden, der die alltägliche Sicherheit der Menschen garantiert, und inneren Frieden, der den Menschen zu sich selbst finden lässt.
Das Konzert verbindet Chormusik mit Improvisationen des Klarinettisten Reinald Noisten, der in Plettenberg bereits mit spannenden Projekten wie „Tanze Jerusalem“ aufgetreten ist. Dort stellte Reinald Noisten Klezmermusik der arabischen Neiflöte und barocker Orgelmusik gegenüber.
Auch dieses Konzert lebt von Kontrasten wie vom Ineinander verschiedener Stilrichtungen: Chormusik von Mittelalter und Renaissance bis ins 19. und 20. Jahrhundert hinein findet den Weg zu improvisierter Musik, die von Klarinette, Bassetthorn oder Bassklarinette mit Elementen aus Weltmusik, Jazz angestimmt wird. Daraus entsteht etwas Neues, Lebendiges: Aufmerksames Zuhören, aufregende Spannung, erlösende Entspannung als Weg zum Frieden.

Bericht: Peter Schmidtsiefer


Konzertkarten über die Kultour-GmbH (15 €, 13 € ermäßigt) und an der Abendkasse.

Die Arche
Veranstaltung
„Wir saßen alle in demselben Boot“ am 23. Januar 2026 im Ratssaal Plettenberg


Unter dem Titel „Wir saßen alle in demselben Boot“ laden der Heimatkreis Plettenberg und Elif e. V. am Freitag, 23. Januar 2026, um 18.00 Uhr zu einer besonderen Veranstaltung in den Ratssaal der Stadt Plettenberg ein. Im Mittelpunkt stehen zwei Weltreligionen, die das gesellschaftliche Leben in Plettenberg und im Märkischen Kreis maßgeblich prägen: das Christentum und der Islam.

Frau Sevdanur Özcan (Religionspädagogin) und Pfarrer Uwe Brühl werden in spannenden Vorträgen Einblicke in die Geschichte, die Glaubensgrundlagen und das heutige Leben der beiden Religionen geben. Ausgangspunkt ist dabei unter anderem die biblische und koranische Erzählung der Arche Noah. Nach den großen abrahamitischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – saßen in der Arche Noah, seine Familie sowie jeweils ein männliches und ein weibliches Tier jeder Art gemeinsam in einem Boot.

Der Stammvater der Juden, Christen und Muslime ist Abraham, der als Urvater der sogenannten abrahamitischen Religionen gilt, da sich alle drei Glaubensrichtungen auf ihn als Vater des Glaubens berufen. Diese gemeinsamen Wurzeln bilden die Grundlage für den interreligiösen Austausch an diesem Abend.

Neben einem Blick in die Geschichte soll auch das tägliche Zusammenleben in der heutigen Zeit thematisiert werden. Eine anschließende Diskussionsrunde bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Verständnis und Respekt gegenüber anderen Menschen zu fördern und das gemeinsame „Wir-Gefühl“ in Plettenberg weiterzuentwickeln. Die Veranstaltung möchte hierzu einen Beitrag leisten und lädt alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.
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