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Möglicherweise sind in den folgenden Jahren noch weitere kleine bestandsichernde Arbeiten an den historischen Gemäuern ausgeführt worden.
Die nächsten Restaurierungen fanden dann erst in den 1930er Jahren statt. Es wurden die verfallenen Mauern des vorgelagerten Lustgartens erneuert.
Der nächste Restaurierungsschub folgte in den 1960er Jahren. Im Mittelpunkt standen die Ausgrabung und Entschuttung des Kellergeschosses des Drostenhauses und des runden Ausstiegs (kleiner Rundturm zum Garten) sowie das Sichern verschiedener Mauerstücke am Drosten- und Roisthaus. Nach Beendigung dieser Arbeiten wurde es viele Jahre still um das alte Gemäuer. Der Verfall schritt fort.
Erst Ende der 1970er Jahre wuchs wieder das Interesse am Erhalt der Ruine, ein Interesse, was sich im übrigen bis heute gehalten hat. Ganz unterschiedliche Maßnahmen wurden in den folgenden Jahren entwickelt und umgesetzt.
So begann 1978 der Heimatkreis Plettenberg e.V. mit ersten Freilegungsarbeiten an der Ruine und führte ab 1980 verschiedene Restaurierungsmaßnahme durch, die bis in die 1990er Jahre, weitgehend in Eigenleistung, fortgesetzt wurden. Zu nennen sind hier beispielhaft die Reparatur der Roisthausmauer und der Wiederaufbau der Nordostmauer des Grafenhauses.
Ein heute noch gut sichtbares Zeichen der Aktivitäten auf der Burgruine Schwarzenberg ist der Wartturm. Er wurde in den Jahren von 1983 bis 1987 in Abstimmung mit dem Landeskonservator und der Stadt Plettenberg als zuständige Baubehörde nach alten zeitgenössischen Darstellungen der Burg Schwarzenberg auf den noch vorhandenen Fundamenten durch den Heimatkreis wiederaufgebaut.
Parallel zu den Arbeiten des Heimatkreises begann die Plettenberger Schützengesellschaft 1981 den zugefallenen Burgbrunnen auszuschachten. Im Verlauf der Ausschachtungsarbeiten wurden auch verschiedenste Gegenstände wie Keramiken, Eisenteile, ein Gewehr, Munition, gusseiserne Kaminbodenplatten u.v.m. ans Tageslicht befördert. 1985 wurden die Arbeiten am Brunnen, der mittlerweile eine Tiefe von 26 Metern erreicht hatte, eingestellt. Noch im selben Jahr wurde durch die Stadt Plettenberg eine größere Baumaßnahme durchgeführt. Sie diente der Sicherung der gartenseitigen Außenmauern des Drosten- und des Grafenhauses.
Mitte der 1990er Jahre wurden erneut an der Ruine einige Baumaßnahmen durchgeführt. So konnte der Heimatkreis Plettenberg e.V. unter Verwendung von Spendengeldern und den Zuschüssen von der Stadt Plettenberg, dem Märkischen Kreis und dem westfälischen Amt für Denkmalpflege verschiedene Restaurierungsarbeiten zum Beispiel im Bereich des Wohnturms ("Bergfrieds") durchführen lassen.
Die Ausstellung versucht, anhand von ausgewähltem Bildmaterial verschiedene Restaurierungsmaßnahmen, die im Bereich der Burgruine durchgeführt worden sind, zu dokumentieren. Bei der Realisierung der Fotoausstellung konnte auf den reichhaltigen Bildbestand des ehemaligen Vorsitzenden des Heimatkreises Plettenberg e.V., Klaus Menschel, der sich in ganz besonderem Maße um die Ruine verdient gemacht hat, zurückgegriffen werden. Neben den Fotos zeigt die Ausstellung aber auch einige ausgewählte Exponate, die im Zuge von Restaurierungsmaßnahmen sichergestellt werden und dauerhaft archiviert werden konnten.
Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass auch weiterhin ein breites öffentliches Interesse an dem Erhalt der Burgruine, die neben der Christuskirche bis heute als markantes Wahrzeichen der Stadt Plettenberg gilt, bestehen bleibt.
In den letzten Jahren machten sich viele Plettenberger ein Bild von ihrer "Burg Schwarzenberg". Beim traditionellen Waffelbacken des Heimatvereins nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich im Rahmen einer profunden Führung über die Geschichte der Burg vor Ort zu informieren. Die Burg ist also fester Bestandteil der Plettenberger Erinnerungskultur.
Auch in Zukunft wird sich der Heimatkreis weiterhin für den Erhalt der Burgruine einsetzen.
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